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Mittwoch, 9. Januar 2013

#9/365 - Zeit

Ein Jahr älter und immer noch nicht viel Zeit. Meine Hand stresst, die Schmerzen lassen nicht nach. Die Eltern kommen gleich und hier nur schnell Nummer 9.
Mein Liebster hat mir einen wundervollen Jumper geschenkt, einen Strick-Bolero oder wie man es nennen soll. Der erste original schottische Gegenstand in meinem Besitz, am liebsten nie wieder ausziehen! ;)
Eine der wundervollsten "Happy-Birthday" - Versionen, meiner Meinung nach!


Freitag, 4. Januar 2013

#4/365 + Hide & Seek

Manchmal, manchmal möchte ich mich verstecken. Irgendwo hin. Da, wo niemand ist. Einmal allein sein. Nur ich, und niemand. Ein Lied im Kopf haben und leise summen, die ganze Zeit, ohne dass es jemanden stört. Ein bisschen lachen, still in mich hinein. Und vielleicht ein wenig weinen, ein bisschen nur. Allein darf man das mal. Ich sitze auf dem Boden und meine Arme umschlingen meine herangezogenen Knie. Embryo-Haltung. Man umarmt sich selbst, um Geborgenheit zu spüren. Ich summe meine leise Melodie zwischen den geschlossenen Lippen hervor. Alles ist dunkel, aber ich habe keine Angst, weil ich schon ein großes Mädchen bin. Ich schaffe das alles allein. Es ist schön, so allein zu sein. Nur ein wenig, nicht zu viel natürlich! Ich versuche mit meinen Zähnen meinen linken Ärmel ein wenig hoch zu ziehen, meine Arme geben mir gerade Geborgenheit. Man selbst ist sich immer am nächsten, so heißt das doch, nicht? Aber vielleicht möchte man sich gar nicht so nah sein. Keine Uhr, hab ich ganz vergessen. Einfach stehen geblieben ist sie. Sowas! Es ist immernoch dunkel und ich genieße es. Mein Mund formt sich zu einem Lächeln. Ein schönes Bild aus vergangenen Tagen ist gerade in meinem Kopf herum getanzt. Damals, als wir alle glücklich waren. Und jetzt? Jetzt sitz ich hier und umarme meine Knie. Da krabbelt etwas meinen Rücken herunter.. Es ist ein bisschen kalt, nicht sonderlich warm, oder doch? Es fühlt sich an, wie, wie .. Glück? Dann ist es warm. Man muss sich ja schließlich entscheiden, ja! Ich ziehe eine Grimasse. Allein, da geht das! Und gleich noch eine. Ich tanze, in meinem Kopf tanze ich. Ich tanze zu der Melodie, die ich immer noch singe. Und da war es schon wieder: Glück. Ein weiteres Lächeln, sogar schon ein wenig enthusiastischer! Ja, fast hab ich die Lippen geöffnet. Als wir noch Kinder waren, da haben wir uns oft versteckt! Wenn ich daran denke, dann habe ich immer unseren alten Schulhort vor Augen. Diese kaputte Villa, die an allen Ecken und Kanten auseinander fiel. Aber der Hof, oder Garten, oder was es war, der war riesig! Und so viele Sachen! Da haben wir wirklich oft verstecken gespielt! Das Ziel war es immer, dass man nicht gefunden wird! Später wurde es dann umgewandelt, dass man unbemerkt zu einer bestimmten Stelle laufen sollte und irgendetwas rief. Das fand ich blöd, einfach nur verstecken war viel besser! Und heute? Ich glaube, heute verstecken wir uns nur, weil wir gefunden werden wollen. Es ist noch immer dunkel. Man möchte, dass jemand nach einem sucht. Vielleicht sucht man sich mit Absicht ein leichtes Versteck aus, nur um gefunden zu werden. Der Suchende lacht immer, wenn er jemanden findet. Da ist immer ein Strahlen in den Augen, wirklich! Das ist toll. Ich öffne meine Augen und die Dunkelheit ist weg. Ich sitze neben meinem Liebsten und sehe in seine strahlenden Augen. Ich summe nicht mehr, aber ich lache. Gefunden werden ist etwas Schönes.



Samstag, 18. August 2012

The sound of you and me ♥


Wie ich mich in dieses Lied verliebt habe! Ich kann nicht aufhören zuzuhören. Zart. Streichelt das Herz. Petter Carlsen sah ich vor geraumer Zeit auch in Jena. Die Stimme ist atemberaubend! 

 Ahoi!

Sonntag, 15. Juli 2012

Und heute singt für Sie...

Jonathan Currie

 ist ein begabter Musiker und ein sehr guter Freund von mir. Durch Zufall lernten wir uns auf einer x-beliebigen Party kennen, konnten uns allerdings nicht mehr richtig aneinander erinnern. Wenige Wochen später trafen wir uns in einem Restaurant und erzählten was das Zeug hielt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Jonathan unglaublich schöne Musik macht. Er kommt aus Schottland, ist großer Kassidy-Fan und ist wirklich begabt, was das Gitarrespielen betrifft. Bei einigen Partys, die ich bei mir Zuhause schmiss, nahm er die Gitarre in die Hand und ließ uns seine sanfte Stimme genießen. 
Ich fand es sehr komisch, dass man in so einem Kaff Menschen trifft, die nicht Deutsch sprechen. Ich konnte kaum verstehen, wie man mit so viel "knowledge" hier her kommen kann, noch dazu, wenn man so "gifted" ist. 
Man kann sich den Herren bei Facebook anhören, und dahinschmelzen. In Schottland machte Jonathan sein Physikstudium und arbeitet nun hier. Eigentlich würde er lieber mit Musik sein Geld verdienen, aber leider ist die in unserer Welt eine brotlose Kunst. Trotzdem verwirklicht er seine Leidenschaft. 


Am Wochenende gab es ein besonderes Fest: Das Brückenfest. Viele MigrantInnen und AsylbewerberInnen trafen sich und es gab Musik, Disskussionsrunden, Malworkshops, Filme, und und und! Für diese Region eine wahre Rarität! Jonathan war einer der tollen Musiker. Ein Lied sang er zusammen mit meiner allerliebsten Jasmin! Das Publikum war begeistert. Das Ganze wurde auch aufgenommen und wird bald im lokalen Fernsehen ausgestrahlt werden! 
Abends sind wir dann noch was trinken gegangen um den Erfolg zu feiern. Ein gelungenes Wochenende!

Donnerstag, 12. April 2012

Coming Home..

Don't you ever feel like going home?
Don't you ever feel that need?
Don't you ever miss the smell from the house where you've grown?
Then you can't sleep

Wander down that old street
Seeing everyone
Don't you ever feel like going home?
Passing every old house
Seeing everyone
Don't you ever feel like going home?

Don't you ever miss the old house, the green garden, the ones,
Who made those first and dear memories?
The friends next door, the days before
The lack of thoughts about days in store

The stickers on that old fridge
The smell of yesterdays
Don't you ever feel like going home?
Wander down that old street
Seeing everyone
Don't you ever feel like going home?

Would it all change the same day your loved ones were gone?
Or would it stay the same?

Now it's coming clear to me
From now I'll always know
Home is not the darkness and snow
All would change the same day
The ones I know were gone
Then this place was no longer home

Petter Carlsen - Home 

Es ist soweit. Endlich kann ich "Nach Hause kommen". Die langen Jahre von ewiger Ungewissheit sind vorüber. Ich halte die Schlüssel meiner eigenen Wohnung in der Hand. Nicht mehr die große Reisetasche mitschleppen, egal wo ich bin. Endlich selbst entscheiden können, wann ich allein sein möchte. Ich kann alles gestalten, wie ich mag. Ein Traum erfüllte sich. Das, wonach ich mich so sehr sehnte. Der Neuanfang, nach dem ich mich sehnte, den mir der Frühling verriet. Ich lerne die Worte zu schätzen "Ich gehe nach Hause." "Ich bin zu Hause." Home, Sweet Home. Es tut so gut.