Dienstag, 30. Juli 2013

Let There Be More Light

Noch einmal ein wenig Frankreich - Nostalgie. Eine kleine Reise durch eine der schönsten Regionen der Welt. Noch immer Abschalten aber dennoch durstig sein. Durstig nach Leben und Freiheit. Hungrig nach Neuem und Unbekanntem. Ein kleiner Road-Trip in fremde Gegenden. Im Gepäck ein leichtes Lachen, rastlose Füße, eine gute alte Kasette, ein Leuchten im Herzen, ein großes Stück Fernweh und ein kleines bisschen Heimweh, Neugierde, der Geschmack von Licht, eine Flasche Wasser, ein bisschen Kleingeld, eine Kamera und ganz viel Entdeckerlust!
Es ist ein heißer Tag und ich bin ein bisschen hin und her gerissen, ob ich nicht doch lieber im Schatten der Zypressen liegen bleiben soll, doch dann packt mich die Abenteuerlust und wir fahren los. Ein richtiges Ziel haben wir nicht. Doch, eigentlich schon: Aix-en-Provence. Jedoch der Weg dorthin liegt noch im Dunkeln. Wir wissen, immer nach Osten. Es ist ein langer Weg von mehreren Stunden, doch wir haben keinen Zeitdruck. Vor der Autobahnauffahrt von Aubenas steht ein Junger Mann am Straßenrand und hält seinen Daumen in den Wind. Wir halten an und ein ca. 20-jähriger Franzose namens Clement steigt in den Wagen. Er will nur ein paar wenige Kilometer mitfahren. Kunststudent. Seine Augen sprechen von der Nacht und ihren Geheimnissen. Er versucht sich ein bisschen mit Deutsch aber letztendlich muss mein gebrochenes Französisch herhalten. Nach 20 Minuten und ein bisschen Small-Talk über gute alte Rock-Musiker halten wir an einer der Raststätten und Clement bedankt sich, steigt aus und verschwindet in dem Meer aus metallenen Wellen. Zurück bleibt das Geheimnis der Nacht.
Wir fahren weiter. Aus den Boxen tönt laut "Every Generation Got It's Own Disease" und wir grölen schief mit. Es ist, als würde das Glück mit jedem Atemzug unsere Körper durchfluten. Ich könnte weinen, weil es so schön ist. Die Welt fliegt an uns vorbei und es ist einfach herrlich. Die Sonne knallt auf unser Dach und wir kurbeln die Fenster herunter. Der Wind packt unsere Haare und lässt sie wild tanzen, genau wie mein Herz. Ich wünschte, es gäbe Worte, die dieses Gefühl beschreiben könnten. Da es diese allerdings nicht gibt, muss ich auf schnulzig - kitschige Metaphern zurückgreifen. Wir fahren durch ein paar kleine Bauern-Dörfchen und wenn es uns gefällt, dann steigen wir aus und streifen durch die Gegend. Zum Glück hab ich den Badeanzug eingepackt; in einer kleinen versteckten Nische finden wir ein Stückchen Wasser, was geradezu danach schreit erkundet zu werden.
Wir sind die einzigen und genießen das kühle nass ausgiebig, bis es weiter geht. Wir fahren vorbei an spektakulären Burgen und Schlössern, kleinen heruntergekommenen Häusern, glücklichen Menschen, fremden Menschen. Der Hunger packt uns und wir halten. Das Örtchen sieht aus, als würde es eine alte Kaschemme geben, in der ein halb betrunkener Kellner Geschichten von früher erzählt und lachend Wein serviert. Wir finden einen hübschen Platz und lassen uns nieder, jedoch ist es das absolute Gegenteil einer heruntergekommenen Kaschemme mit dreckigen Toiletten und deftigem Essen: Wir landeten in einem Nobelrestaurant. Ein Blick auf die Preise und mir ist schlagartig der Appetit vergangen. Am Nachbartisch wird gerade eine sündhaft teure Flasche Champagner serviert als ich eigentlich die Flucht ergreifen will, doch schon kommt ein schleimiger Kellner herbeigeeilt um uns einen Appetizer zu servieren, der so groß wie ein 2-Cent-Stück ist und mit Sicherheit mehr als 20 € kostet. Wir fühlen uns sichtlich unwohl und nach einem kleinen Glas Wein verlassen wir fluchtartig das Lokal, natürlich mit fliegend leichtem Portemonnaie.


Wir lassen uns davon jedoch nicht den Tag verderben und fahren weiter in das unbekannte Fremde hinein.

Samstag, 20. Juli 2013

Learning To Fly

Ein kleines Paradies, ein Ort, an dem man alles vergessen kann. Sonne, satte grüne Bäume, mit Vogelgezwitscher erwachen. Ein kleines Steinhaus im Süden Frankreichs. Département Ardèche. Ein großer Fluss und viele Berge. Ein kleines Bächlein hinter dem Haus. Ein kleiner Anbau, nur für das Rösten von Kastanien. Blumen. Hohes Gras, das die Waden kitzelt. Ein aufgeweckter Hund wuselt mir um die Beine. Ich genieße jeden Augenblick. Am Abend, wenn es langsam mit dämmern beginnt, schüren wir das Feuer und spitzen unsere Stöcke an, um ein bisschen Knüppelteig zu essen. Ein kleines Blech mit den für die Region typischen "marrons", was von Zeit zu Zeit ein bisschen knackt und knistert. Genau wie das Lagerfeuer. Der Nachbarsjunge kommt auf seinem Mofa angefahren und grüßt lachend, noch ehe er in den Bäumen verschwindet. Der kleine Bach hinter dem Haus plätschert munter und ich atme die klare Luft tief ein. Ein paar Oliven und ein Glas Wein, Gitarrenmusik mit französischen Texten, das Leben könnte nicht schöner sein.
Noch vor ein paar Wochen steckte ich im grauen und hässlichen Deutschland fest. Ein Desaster nach dem anderen. Ich weiß, niemand hat behauptet, dass es einfach wird, aber letztendlich kommt immer alles auf einmal. Ich bin so froh mal weg zu sein.
Ich habe mir nie Gedanken über das "Paradies" gemacht, doch wenn es eins gibt, dann bitte, bitte, es soll dieser Ort sein. Prades, ein kleines verschlafenes Nest mitten im nirgendwo. 6000 Einwohner, die sich alle beim Vornamen rufen und ihre selbst angebauten Lebensmittel tauschen wie Geschwister. Doch Prades ist noch ein Stückchen entfernt, machmal laufe ich mit Shiva, meiner treuen französischen Hunde-Madame runter um ein paar Kartoffeln bei Laurent zu kaufen.
Wir wohnen auf einem kleinen Hügel, der sich "Les Pousadous" nennt und auf keiner Landkarte existiert. Drei Häuser, ca. 10 min auseinander gelegen. Das erste Haus gehört zwei unheimlich freundlichen Niederländern, die uns jeden morgen mit frisch gebackenem Brot, Kuchen oder ein paar Salatköpfen überraschen. Sie haben zwei Söhne und einen aufgeweckten Jagdhund namens Cooper.. Im zweiten Haus wohnen wir. Eine typische "Künstler-Bude" mit riesigem Atelier. Überall hängen Bilder oder andere abstrakte Gebilde. Ich fühle mich mehr als wohl und würde hier am liebsten für immer verweilen. Eine Stube mit Kamin, der aber nur im Sommer benötigt wird. Eine riesige Küche, die dazu einlädt, sich kulinarisch auszutoben. Eine Ecke mit den verschiedensten Weinsorten aus der Region. Und dann noch die drei Zimmer, voll mit Büchern bis unter die Decke. Die Möbel sind aus einer Zeit, von der man gern träumen mag. Weiße frische Lacken, die mich in der Nacht mit sanftem Duft von Lavendel umhüllen. Ich kann mich nur wiederholen, es ist ein Paradies.
Das dritte Haus, ganz oben auf dem Berg, am Ende des Waldweges, gehört Jean-Marc. Ein herzlicher Mann, der seit einigen Jahrzehnten an Liebeskummer leidet und sich das Schlößchen auf "Les Pousadous" kaufte, als es als solches nicht mehr zu erkennen war. Er steckte viel Arbeit hinein und hat heute dort oben auch ein kleines Märchenschloß. Wir alle treffen uns mehrmals die Woche, jedoch ganz ohne Absprachen. Jeder bringt was mit und dann erzählen wir uns Geschichten aus fernen Ländern oder nahen Städten. Ich lausche gern Jean-Marc, sein gebrochenes Herz lässt alles in einem warmen und melacholischem Licht leuchten. Die Hunde spielen miteinander und tollen über die Wiese. Wir sitzen dann so da und lauschen und reden und lachen und weinen und singen und tanzen und vergessen, bis nur noch die Grillen zirpen. Dann sind wir wieder allein und jeder genießt diese kleine Stückchen Glück, was er in den Händen halten darf.

In den Morgenstunden schnappe ich mir meine Joggingschuhe und Shiva, und wir könnten Stunden laufen. Auf der Hälfte des Weges kommt uns das gelbe "La Poste"-Auto entgegen und die Frau winkt uns aufgeregt zu. Meistens laufen wir bis Jaujac und drehen dann um, wenn wir zu Hause ankommen, duftet es nach frischem Baguette und Kaffee. Nach einem ausgiebigem Frühstück, eher ein Brunch, kommt die Mittagssonne ums Haus und ich lege mich mit netter Lektüre in den Garten. Shiva kommt meistens nach und fläzt sich in meinen Schatten. Wenn es zu warm wird, hüpfe ich mal eben in das kleine Bächlein hinterm Haus.

Sobald die Mittagssonne ein bisschen milder ist, fahren wir in die umliegenden Dörfer und Städte, klappern Märkte ab oder spazieren einfach herum. Am Abend gibt es ein herrliches Essen, und die Nachbarn kommen wieder vorbei. Einmal war ich tanzen, ich konnte nicht aufhören zu lachen, es war utopisch.
So vergeht ein Tag nach dem anderen und es könnte ewig so weitergehen. Ich lege mich nun wieder in den Garten und genieße mein kleines Glück.





Montag, 15. April 2013

A Great Day For Freedom


 "Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute." Goethe

Ein Geburtstagsgeschenk an meine liebe Mama war ein Ausflug eine eine kulturell wahnsinnig wertvolle Stadt im tiefsten Osten. Es waren sehr glückliche Momente und ich genieße die wenige Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Dass einmal alle beisammen sind ist eigentlich ein kleines Wunder. Viele Worte kann ich dazu eigentlich nicht verlieren, es war eben einfach richtig schön.



Das halbe Köfferchen voll mit Geschenken





Dienstag, 9. April 2013

Mittwoch, 20. März 2013

Peeks from my home


Today I want to give you a little peek at my lovely apartment. I have been living here now for about one year and, honestly, I am very very proud. I love my flat and I spent a lot of time decorating it. It wasn't easy to design it on a super tight budget though. Making stuff on my own and trying to decorate with what I already had was the solution.
I just pour all of my heart's blood into this wee place.

My hall.
 I love old books. I was jumping up and down with excitement when I discovered my grandparents 'library'.
 I found the old mirror at a local thrift store and the wee Eiffel tower is from Paris.


My living-room represents many of my hobbies. 
My sewing machine, my easel,
piano, guitars, violin, sheet music, books, more books, more books, my cameras, brushes and paints, CDs, wool, aaaaand so on...  


My bathroom is tiny. There's not much space to decorate because I need to store all my towels and toiletries in there. A few wee things make it lovely though!


My kitchen is mostly white with a few highlights of blue. I spend a rather large amount of time in my kitchen doing a lot of baking, cooking and other food-related stuff ( not forgetting a lot of smiling, singing, dancing and making a mess as well) I recently started growing my own herbs and: this is FUN!
You can't see anything yet, but if the first wee sprouts break through the dirt you'll be proud and happy, seriously ;) ! 

A home tour will follow soonish! Have fun!

Dienstag, 5. März 2013

Girls and Women

Hello there,
I pretty much love paintings and images of nude women. Sounds crazy, but I do. I love the aesthetics, if the artwork is reserved and not so offensive. It's not just about nude women, but women in general. Following me on Pinterest, people will recognise some images from there.
http://www.patrickpalmer.co.uk/
Patrick Palmer has a lot of wonderful oil paintings, charcoals, and chalk drawings. His artwork is very tactful and discreet, that's what I love so much about his pictures.
http://stephenmitchellart.com/
I love working with different materials, I thinks that's why I l-o-v-e "rain" by Stephen Mitchell. The colours are incredible!
http://www.behance.net/hir
Łukasz Koniuszy is a polish artist, specialities: Graffiti, painting and drawing. He mostly works with pencils, acrylics, charcoal, pastels and oil paints mostly on canvases.

Last autumn I visited the "Musee d'Orsay" in Paris, where you can find a lot of breathtaking sculptures of Rodin and Camille Claudel. The sculpture "Torse de Clotho" was very inspiring and I got interested in artwork like that.
xo, Rike

Dienstag, 22. Januar 2013

Instagram Photography!

Heutzutage ist ja wirklich jeder, ja, jeder, bei Instagram angemeldet. Zugegebenermaßen ist es praktisch kleine Handy-Schnapschüsse fix zu bearbeiten und auch qualitativ niedere Fotos ansehnlich zu gestalten - dies binnen weniger Sekunden.
Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten Instagrambilder auszudrucken und auch real zu genießen. Jedoch geht doch nichts über die gute altmodische Instagram-Fotografie. Drauf drücken und *ssssssss* - Bild in der Hand halten. Mit großer Sicherheit kann man behaupten, dass wohl wahrscheinlich jede_r Fotografie-Begeisterte einen "crush on" Polaroid - Kameras hat. Es hat einfach Klasse die Fotos sofort nach dem Knipsen beim Entwickeln zu beobachten. Eine Zeit lang gab es die Fotokassetten von Polaroid für die Bilder an sich nicht auf dem Markt, jedoch stellt The Impossible Project die Filmchen wieder zum Verkauf her.
Ein durchschnittlicher Studi oder Schüler kann sich allerdings kaum die Polaroid Filme leisten, auch wenn die Kameras an sich schon für wenig Geld zu erwerben sind. Unter diesem Phänomen leide auch ich, ohne festes Einkommen, kann ich mir definitiv keine 8 Fotos für 20 € leisten.
Alternativ habe ich nach anderen Instagram-Kameras gesucht und kam zu den Modellen "Instax" von Fujifilm. Lange hab ich überlegt, ob es lieber die Instax 210 oder die Instax Mini 50S seien soll. Letztendlich habe ich mich für Letztere entschieden, da mich die Größer überzeugte, und ich die Kamera oft bei mir haben möchte.
Fix bestellt und einen Tag später klingelte schon der Postbote mit dem Paket in der Hand.
Ich bin verliebt! Die Bilder werden klasse und es ist ein Renner auf jeder Party. Die Fotos eignen sich sehr gut für kleine Kalender und süße Geschenke, da sie nur visitenkartengroß sind.

LOVE !

Montag, 21. Januar 2013

Canon EOS 450D - ich trenne mich von meinem Baby

Hallo allerseits,
Ich war sehr lang am überlegen, ob ich diesen Post schreibe, oder lieber nicht.
Es geht um meinen kleinen Liebling. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, hatten gute und auch schlechte Tage. Manchmal war ich überglücklich, wenn mein Baby etwas auf den Punkt genau getroffen hat, nicht das Thema verfehlte. Gelegentlich hat sie die Tatsachen ein wenig verdreht dargestellt oder etwas aus einem anderen Winkel beachtet. Im großen und ganzen hat sie immer den Überblick behalten, und betrachtete sich manches auch mal von nahmen. Wir waren schon gemeinsam in Paris, Berlin, Leipzig, Darmstadt, Frankfurt, Auschwitz und und und. Sie war mir immer eine gute Begleitung. Es geht um meine Canon EOS 450D. Sie ist mir echt ans Herz gewachsen, doch wir haben uns darauf geeinigt, getrennte Wege zu gehen.
Die Milady ist ca. 2 Jahre alt, jedoch so fit wie ein Neugeborenes. Sie lebt in einer Beziehung mit einem Canon EF-S 18 - 55mm Objektiv, das gehört zum Standard-Kit, die beiden haben nur selten voneinander gelassen. Mir fällt es sehr schwer sachlich über mein Mädchen zu sprechen, da sie mir wirklich viel bedeutet und ich mich nur schweren Herzens von ihr trenne, aber hier nun ein Überblick, was die Gute alles drauf hat:

Fakten meines Babys

Features

  • 12,2 Megapixel CMOS-Sensor
  • Reihenaufnahmen mit bis zu 3,5 B/s
  • 9-Punkt Weitbereich-Autofokus
  • EOS Integrated Cleaning System
  • 7,6cm (3-Zoll) LCD-Monitor
  • Livebild-Funktion mit Quick Mode AF und Live Mode AF
  • DIGIC III Prozessor mit 14 Bit Farbtiefe pro Farbkanal
  • Auto Lighting Optimiser
  • Großer, heller Sucher
  • Software zur Bildoptimierung
  • Kompaktes, leichtes Gehäuse
  • Kompatibel zu allen Canon EF/EF-S Objektiven und den EX-Speedlites







Anbei sind Kameratasche (Lowerpro TLZ Mini), Akku (Canon Battery Pack LP-E5, 7,4V 1080mAh (Li-Ion)) und Aufladestation für den Akku. UND: Objektiv! Also ein komplettes Kit, nicht nur das Gehäuse.

Die Canon 450D ist, mit 12,2 Megapixeln, eine super Kamera, um in den Genuss der Fotografie einzusteigen, oder sich weiter zu entwickeln. Man hat die Möglichkeit im Automatikmodus zu fotografieren, wenn es mal schnell gehen soll. Oder man setzt sich mit den manuellen Funktionen der Canon auseinander, das Handbuch kann man kostenlos als PDF downloaden. Für interessierte FotografInnen steh ich auch gern auf Rat und Tat zur Seite und zeige, auch als online Tutorial, mit welchen Einstellungen man in welchen Situationen am besten fotografiert, ob Langzeitbelichtung, Tiefenschärfe oder Isowert.
Sobald mein neues Mädchen da ist, I guess Ende dieser Woche, werde ich ein kleines Video und Fotos der Canon plus Zubehör hochladen.

Hier sind Bilder, die ich mit dem guten Stück geschossen habe:









Der Preis lässt sich verhandeln, ich hab sie für 599€ gekauft (ohne Tasche).
Bei Interesse, schickt mir eine einfach eine Nachricht !


Auf ein freudiges Fotografieren! ;) Adé !

Donnerstag, 10. Januar 2013

#10/365 - fog

Ausprobieren, herumtüfteln und spielen sind die Grundlage, um sich zu entwickeln und Neues zu entdecken.
Das Bild ist unbearbeitet! Ich hab ein bisschen mit Rauch gespielt und einige gute Schnappschüsse hinbekommen.


Mittwoch, 9. Januar 2013

#9/365 - Zeit

Ein Jahr älter und immer noch nicht viel Zeit. Meine Hand stresst, die Schmerzen lassen nicht nach. Die Eltern kommen gleich und hier nur schnell Nummer 9.
Mein Liebster hat mir einen wundervollen Jumper geschenkt, einen Strick-Bolero oder wie man es nennen soll. Der erste original schottische Gegenstand in meinem Besitz, am liebsten nie wieder ausziehen! ;)
Eine der wundervollsten "Happy-Birthday" - Versionen, meiner Meinung nach!


Dienstag, 8. Januar 2013

#8/365 - The Joy Of Books

Habt ihr euch jemals gefragt, was Bücher nachts treiben? Hier ist die Antwort.

 


Und Nummer 8 des Projektes: "Meow"

Montag, 7. Januar 2013

#7/365 - in these arms

Kleines Sequenzspiel, daran habe ich Freude gefunden ;)
Der Liebste ist wieder da, und nun heißt es erstmal viiiiieeeel Zeit miteinander verbringen.


Sonntag, 6. Januar 2013

#6/365 - cat

Ich kann nicht viel machen, da mein Arm höllisch schmerzt, also hatte ich heute einen ruhigen Tag. Außerdem kommt der Liebste endlich wieder :]
Ein schmusiges "Miau" von Léon!

Give a little love..

Vorgestern saß ich im Wartezimmer des örtlichen Chirurgen, der, wie auch so oft, unheimlich überfüllt war. Allein am Empfang stand ich 40 Minuten, bis ich meine Krankenkassenkarte abgeben konnte. Im Wartezimmer waren nur noch wenige Stühle frei, nach 10 Minuten war dann auch schon alles besetzt. Da das normale demografische Verhältnis unserer Gesellschaft heutzutage ins Wanken gekommen ist, gibt es auch hier zu Lande viele Senioren, die nicht mehr die fittesten sind. Als eine unheimlich niedliche betagte Dame das Wartezimmer betrat, fand ich es einfach nur höflich und respektvoll, ihr meinen Platz anzubieten. Darauf hin wurde ich von den Mitwartenden nur total blöd angeschaut.
Ich verstehe einfach nicht, weshalb die Menschheit jeglichen Respekt verliert. Höflichkeit ist keine Tugend mehr, sondern eine Rarität. Und das macht mich traurig. Weshalb sagt man beim Bäcker nicht "Ich hätte bitte 3 Brötchen!" sondern nur "3 Brötchen!!!" und zieht dabei ein Gesicht wie 3 Tage Regenwetter! Ich habe die letzten 2 Monate an einem Glühweinausschank gearbeitet, bzw. eine Kneipe im Freien, mit total bescheuerter Musik. Das hieß also den ganzen Abend Glühwein ausschenken, "Schatzii, schenk mir ein Foto, schenk mir ein Foto von dir ...." hören und unfreundliche Leute bedienen.
Hierzu hab ich ein wundervolles Video gefunden und es gibt auch einen sehr bekannten Text, der es mehr als treffend formuliert.
"Das Paradoxon unserer Zeit ist:
wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit. Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus, wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf, wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft. Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir machen größere Dinge, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt, schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Wir bauen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.
Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen. Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhauses. Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts. Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns. Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben statt im Regal, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo Sie die Wahl haben: das Leben ändern - oder den Text löschen.
Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer mit euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben euch eine heiße Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von eurem Herzen kommt und euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich" und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wieder gutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben euch sein.
Findet Zeit euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen, findet Zeit, alles, was ihr zu sagen habt, miteinander zu teilen. Denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben."


Das macht mich immer sehr nachdenklich..

Samstag, 5. Januar 2013

#5/365 - Pendant

Pendant zu #4, weil ich passende Gegenstücke mag.

Lebensjahre

Warum blogge ich eigentlich? Ich möchte einen Teil meines Lebens festhalten und Dinge teilen, die mir wichtig sind, die vielleicht auch einigen helfen, mich zu verstehen. Ich möchte allerdings keinesfalls meine intimsten Momente mit mir wildfremden Menschen teilen. Manchmal ist es ein wenig schwer die Grenze zwischen beidem zu finden. Ich habe auch sehr lang nachgedacht, ob ich diesen Post schreibe oder nicht.
Nun ja, bald ist es soweit, bald lasse ich einen langen Abschnitt meines Lebens hinter mir.
Warum ich darüber nachdenke? Erst fing es an, dass ich mich fragte, wie ich wohl in 50 Jahren die letzten Tage meiner Minderjährigkeit in Erinnerung behalten werde. Dann dachte ich, wie mein letztes Jahr verlief. Und das ging dann immer so weiter und ich bin so ziemlich jede wichtige Etappe meines Lebens durchgegangen.
Abgesehen von einem Kinderfoto, habe ich nicht die Absicht, jeden einzelnen Abschnitt zu erläutern. Ich glaube das muss ich auch nicht. Ich blogge, weil ich Menschen bewegen möchte. Emotional und physisch. Wenn ich über ein Fotoprojekt schreibe, dann möchte ich, dass Leser denken "Hey, das könnte ich doch auch mal versuchen, ist doch eine klasse Idee!". Schreibe ich über Paris, dann versuche ich euch ein klitzekleinwenig dieses unsagbare Feeling dieser Stadt nahe zu bringen. Got it?

Also, beim eifrigen Resümieren, habe ich eine unheimliche Dankbarkeit erfahren. Ich bin so dankbar für alles, was mein Mama mir beigebracht und nahe gelegt hat. Ich wäre definitiv ein schlechterer Mensch ohne sie. Und denkt bloß nicht, das hier ist ein "Meine Fam is so geil, ich liebe meine Ma über alles!" Gequatsche. Kein "Ihr müsst Danke sagen"-Ding (auch wenn das hier zu Lande wirklich viel zu wenig machen!). Ich bin einfach nur glücklich, das sie aus mir das gemacht hat, was ich nun bin, und, ich schwöre, das war mit unnatürlich vielen Problemen verbunden.

Außerdem ist mir aufgefallen, von welch unschätzbarem Wert wahre Freundschaften sind. Und ich bin froh, dass ich hier nicht Hunderte Namen aufzählen muss. Denke ich an die letzten Jahre zurück, dann flackern all diese wunderbaren Bilder in meinem Kopf auf. Das ist wie ein alter Kinofilm. Das fängt damit an, im Internat den gröbsten Unfug aller Zeiten zu bauen, geht über Paris bis hin zu einem Ohr, was immer offen ist und einer Hand, die immer hilf und Schultern, an die man sich immer lehnen kann. Und, ernsthaft, meine Mieze ist mein Seelenverwandter! Léon kann zum schlimmsten Raubtier des Planeten werden (davon können einige Horrorstories erzählen!), aber, wir lieben uns! Also, ich würde ihn sofort heiraten, wenn ich könnte! (Sorry, boyfriend ;) ). Und eigentlich sollte ich echt viel öfter mal Danke sagen. Also, für all die tollen Momente! Scheiß auf Weihnachten und Geburtstage, free hugs, all day! ;)




So im großen und ganzen, was das schon schön, so in den letzten Jahren. Seit dem ich die Schule gewechselt habe, eröffneten sich viele Möglichkeiten für mich. Es ist eine wunderbare Schule, und eine coole Klasse, ich hab hier die Liebsten kennen gelernt und wenn viel Scheiß passiert ist: verdammt, waren die letzten Jahre toll!

Dann ist da noch die Sache mit den Interessen. Ich hab immer das Gefühl, ich komm kaum hinterher, mit all dem, was ich machen möchte. Aber der Fakt ist, alles macht Spaß, es gibt immer Gesprächsstoff, über den man sich mit neuen Leuten unterhalten kann. Es macht verdammt Spaß, weiter zu kommen und neues zu entdecken. Ich weiß manchmal nicht recht, ob ich lieber in meiner Wohnung herumwerkeln soll, oder doch lieber eine Runde joggen, Nein!, vielleicht etwas nähen, aber ich hab doch angefangen die Jacke zu stricken, und was wäre mit Gitarre üben, oder doch lieber Klavier?! Und, ja, es macht riesig Spaß! Ich will auch weiterhin Neues entdecken und Fortschritte machen und erkunden, erleben, entdecken. Eigenes schaffen. Stolz auf etwas sein. Erlebnisse mit anderen Teilen oder gemeinsam Neues kreieren. Leben und etwas hinterlassen.
Auf eine neue schöne Zeit!